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Pfizermed / Therapiegebiete / Herz-Kreislauf / Thromboseprophylaxe
Unter einer Thrombose versteht man den vollständigen bzw. teilweisen Verschluss eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel. Wenn ein Blutgerinnsel in einer tiefen Beinvene entsteht, spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT). Wird das Gerinnsel mit dem Blutstrom in die Lunge gespült, entsteht eine Lungenembolie (LE). Die TVT und die LE sind unter dem Begriff venöse Thromboembolie (VTE) zusammengefasst. Die Behandlung und Prophylaxe der VTE ist sehr wichtig, da es sich um potenziell lebensgefährliche Erkrankungen handelt.
VTE tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf und vor allem ab dem 60. Lebensjahr steigt die Häufigkeit stark an. Zwei Drittel aller Betroffenen zeigen dabei eine alleinige tiefe Beinvenenthrombose und ein Drittel erleidet als Komplikation eine Lungenembolie. Insgesamt haben jedoch nur die Hälfte der Patient*innen Symptome.
Die wichtigsten Faktoren für die Entstehung eines Thrombus stellt die sogenannte Virchow-Trias dar. Diese umfasst:
Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen vom natürlichen Alterungsprozess über vererbte Risikofaktoren bis zu Bettlägerigkeit, Traumata, Immobilisation nach Operationen, immunologischen Erkrankungen, Krebs und vielem mehr.
Thrombosen können prinzipiell in allen Venen des Körpers entstehen, treten jedoch am häufigsten in den tiefen Bein- und Beckenvenen auf, von wo aus sie in die Lunge transportiert werden können.
Die Symptomatik und das Erscheinungsbild einer TVT können sehr stark variieren.
Es gibt kein typisches Beschwerdebild für das Vorliegen einer Thrombose und auch die Intensität der Symptome schwankt individuell.
Mögliche Anzeichen einer TVT sind:
Auch bei einer Lungenembolie können die Beschwerden differieren:
Da die Symptome einer venösen Thromboembolie (VTE) für eine gesicherte Diagnose meist zu unspezifisch sind, werden weitere diagnostische Tests herangezogen. Die Methode der 1. Wahl stellt dabei der Ultraschall dar, ergänzt durch die Bestimmung des D-Dimer-Wertes im Blut. Falls dies kein eindeutiges Ergebnis liefert, kann eine Magnetresonanztomographie (MRT)/ Computertomographie (CT) eingesetzt werden. Gegebenenfalls kann auch eine sogenannte Phlebographie in Betracht gezogen werden, bei der die Venen mittels eines kontrastmittelverstärkten Röntgens dargestellt werden.
Beim Vorliegen einer tiefen Venenthrombose (TVT) ist das oberste Ziel der Behandlung, eine Lungenembolie zu vermeiden und ein weiteres Wachstum des Thrombus zu verhindern bzw. ein Auflösen des Thrombus zu fördern. Dies geschieht medikamentös mit sogenannten Antikoagulanzien, unterstützend können Maßnahmen wie eine Kompressionsbehandlung (Stützstrümpfe) und Mobilisation eingesetzt werden. Manchmal kann außerdem eine aktive Entfernung des Thrombus mittels einer Thrombektomie („Herausziehen des Thrombus“) oder Thrombolyse („lokales Auflösen des Thrombus“) indiziert sein.
In manchen Situationen, wie etwa bei schweren Traumata, vor oder nach Operationen (Immobilisation), internistischen Erkrankungen (Bettlägerigkeit), malignen Erkrankungen und bei langen Flugreisen, kann eine Thromboseprophylaxe notwendig sein. Diese umfasst alle Maßnahmen, die einer Thrombose vorbeugen. Allgemeine Maßnahmen sind beispielsweise regelmäßiges Aufstehen und Bewegen der Beine bei langen Flugreisen oder die Frühmobilisation mit Bewegungsübungen und Krankengymnastik nach Operationen. Weitere Möglichkeiten sind physikalische Maßnahmen (z.B. Kompressionsstrümpfe) und die medikamentöse Prophylaxe. Zur Verfügung stehende Medikamente sind beispielsweise Heparine, nicht-Vitamin K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAKs), und Vitamin K-Antagonisten.
Referenzen:
1 Senst B et al. Hypercoagulability. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan. 2023 Aug 22.
2 Mazzolai L et al, EUR Heart J (2018), 39:4208-4218
3 Konstantinides SV et al, EUR Heart J (2020), 41:543-603
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Unter einer Thrombose versteht man den vollständigen bzw. teilweisen Verschluss eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel. Wenn ein Blutgerinnsel in einer tiefen Beinvene entsteht, spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT). Wird das Gerinnsel mit dem Blutstrom in die Lunge gespült, entsteht eine Lungenembolie (LE). Die TVT und die LE sind unter dem Begriff venöse Thromboembolie (VTE) zusammengefasst. Die Behandlung und Prophylaxe der VTE ist sehr wichtig, da es sich um potenziell lebensgefährliche Erkrankungen handelt.
VTE tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf und vor allem ab dem 60. Lebensjahr steigt die Häufigkeit stark an. Zwei Drittel aller Betroffenen zeigen dabei eine alleinige tiefe Beinvenenthrombose und ein Drittel erleidet als Komplikation eine Lungenembolie. Insgesamt haben jedoch nur die Hälfte der Patient*innen Symptome.
Die wichtigsten Faktoren für die Entstehung eines Thrombus stellt die sogenannte Virchow-Trias dar. Diese umfasst:
Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen vom natürlichen Alterungsprozess über vererbte Risikofaktoren bis zu Bettlägerigkeit, Traumata, Immobilisation nach Operationen, immunologischen Erkrankungen, Krebs und vielem mehr.
Thrombosen können prinzipiell in allen Venen des Körpers entstehen, treten jedoch am häufigsten in den tiefen Bein- und Beckenvenen auf, von wo aus sie in die Lunge transportiert werden können.
Die Symptomatik und das Erscheinungsbild einer TVT können sehr stark variieren.
Es gibt kein typisches Beschwerdebild für das Vorliegen einer Thrombose und auch die Intensität der Symptome schwankt individuell.
Mögliche Anzeichen einer TVT sind:
Auch bei einer Lungenembolie können die Beschwerden differieren:
Da die Symptome einer venösen Thromboembolie (VTE) für eine gesicherte Diagnose meist zu unspezifisch sind, werden weitere diagnostische Tests herangezogen. Die Methode der 1. Wahl stellt dabei der Ultraschall dar, ergänzt durch die Bestimmung des D-Dimer-Wertes im Blut. Falls dies kein eindeutiges Ergebnis liefert, kann eine Magnetresonanztomographie (MRT)/ Computertomographie (CT) eingesetzt werden. Gegebenenfalls kann auch eine sogenannte Phlebographie in Betracht gezogen werden, bei der die Venen mittels eines kontrastmittelverstärkten Röntgens dargestellt werden.
Beim Vorliegen einer tiefen Venenthrombose (TVT) ist das oberste Ziel der Behandlung, eine Lungenembolie zu vermeiden und ein weiteres Wachstum des Thrombus zu verhindern bzw. ein Auflösen des Thrombus zu fördern. Dies geschieht medikamentös mit sogenannten Antikoagulanzien, unterstützend können Maßnahmen wie eine Kompressionsbehandlung (Stützstrümpfe) und Mobilisation eingesetzt werden. Manchmal kann außerdem eine aktive Entfernung des Thrombus mittels einer Thrombektomie („Herausziehen des Thrombus“) oder Thrombolyse („lokales Auflösen des Thrombus“) indiziert sein.
In manchen Situationen, wie etwa bei schweren Traumata, vor oder nach Operationen (Immobilisation), internistischen Erkrankungen (Bettlägerigkeit), malignen Erkrankungen und bei langen Flugreisen, kann eine Thromboseprophylaxe notwendig sein. Diese umfasst alle Maßnahmen, die einer Thrombose vorbeugen. Allgemeine Maßnahmen sind beispielsweise regelmäßiges Aufstehen und Bewegen der Beine bei langen Flugreisen oder die Frühmobilisation mit Bewegungsübungen und Krankengymnastik nach Operationen. Weitere Möglichkeiten sind physikalische Maßnahmen (z.B. Kompressionsstrümpfe) und die medikamentöse Prophylaxe. Zur Verfügung stehende Medikamente sind beispielsweise Heparine, nicht-Vitamin K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAKs), und Vitamin K-Antagonisten.
Referenzen:
1 Senst B et al. Hypercoagulability. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan. 2023 Aug 22.
2 Mazzolai L et al, EUR Heart J (2018), 39:4208-4218
3 Konstantinides SV et al, EUR Heart J (2020), 41:543-603
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